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Bei der Suche
nach einer Narrenfigur für die Zunft bot sich die historische
Begebenheit, dass
um das Jahr 1700 im hinteren Nordrachtal eine Glasfabrik betrieben
wurde,
besonders an. So kam man auf ein "Glasmännlein", den "Glashansel".
Darstellen
soll die Figur den Mann, der die Produkte der Glasfabrik als Hausierer
verkaufte.
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Die Schuhe des Glashansels sind derbe Holzschuhe aus
naturfarbenem
Oberleder. In den Schuhen werden die aus grober, naturfarbener
Schafwolle
handgestrickten Socken getragen. Die Hose aus schwarzem "Manchester" ist
an den
Beinen eng geschnitten. Das Oberteil des Häs ist ein weit geschnittener
Umhang
mit Ärmeln aus grauem Loden. An der Vorderseite sind runde Plättchen aus
Granulat geschmolzen- mit Gliederkettchen angenäht. Auf dem Rücken ist
ein
rundes Stoffbild zu sehen,- es zeigt einen Glasbläser bei der Arbeit.
Die
Kopfbedeckung, eine aus blauer Schafwolle gestrickte Mütze mit zwei
Zipfeln,
gibt nur das Gesicht frei und hat einen bis zur Schulter reichenden
Tellerkragen. An ihm sind recht und links an der Schulter je drei
Schellen,
dazwischen abwechselnd Granulatplättchen und Miniaturfläschchen aus Glas
angenäht. Die Maske, eine handgeschnitzte Holzmaske, hat einen
verschmitzten,
lustigen Gesichtsausdruck. In der Hand trägt der Glashansel einen
geschälten
Stecken - mit dem Wurzelstock nach oben. An den Wurzelenden sind 4
Schellen
befestigt.
An der
endgültigen Gestaltung dieses Häses war das aktive
Gründungsmitglied Brigitte Gießler maßgeblich beteiligt. Sie war auch
erste
Häsmeisterin der seit 1978 existierenden Glashanselgruppe.
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Unsere
Fasentmusiker/innen: Für Stimmungsmusik sorgt die Ruwedel-Band, die ihr
Publikum
meist im Sturm erobert - und ihren Auftritt oft erst beendet, wenn der
ganze
Saal singend und johlend auf den Stühlen und Tischen steht. Und dann
sind die
Musiker/innen selbst auf Hochtouren!
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Die Ruwedel-Band gehört zur Fasent in Nordrach wie die
Glashansel
und der Narrenrat. Ihren ersten Auftritt hatten die Musiker, als sie mit
damals
neun Mann die Narrenzunft beim Nachtumzug in Schutterwald begleiteten.
Der
gesamten Musikkapelle waren die zahlreichen Fasentauftritte zuviel
geworden, und
so bildeten "die Jungen" für diese Zeit eine eigene Band.
Die
schrägen Töne mussten sich die rund 20 Musikerinnen und
Musiker erst einmal angewöhnen, da sie fast alle "gelernte Musiker"
sind.
Deshalb nennt sich die Gruppe auch nicht Guggenmusik, sondern (Ruwedel-)
Band,
denn schließlich kann sie mehr als nur "Radau" machen.
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